Inhaltverzeichnis
- Was ist die Hexenstunde überhaupt?
- Warum weinen Babys abends in der Hexenstunde?
- Wann fängt die Hexenstunde bei Babys an?
- Wie lange geht die Hexenstunde bei Babys?
- 3 Überlebenstipps für die Hexenstunde – was jetzt wirklich hilft
- 1. Bewegung, Bewegung, Bewegung
- 2. Weißes Rauschen – der Geheimtipp
- 3. Achtung beim Pucken – Sicherheit durch Begrenzung oder echte Gefahr
- Was du in der Hexenstunde NICHT tun solltest
- Wann solltest du ärztlichen Rat einholen?
- Selbstfürsorge in der Hexenstunde
- Die Hexenstunde geht vorbei – versprochen
Es ist 18 Uhr. Dein Baby hat den ganzen Tag friedlich geschlafen, getrunken, vielleicht sogar gelächelt. Und plötzlich – als hätte jemand einen Schalter umgelegt – fängt es an zu schreien. Nicht ein bisschen. Nicht kurz. Sondern richtig. Ununterbrochen. Untröstlich. Du stillst, wippst, trägst, singst. Nichts hilft. Willkommen in der Hexenstunde.
Die gute Nachricht: Du bist nicht allein. Die Hexenstunde ist ein Phänomen, das fast alle Eltern in den ersten Lebenswochen ihres Babys erleben. Die schlechte Nachricht: Sie kann sich anfühlen wie eine Ewigkeit. Aber es gibt Strategien, die wirklich helfen – und vor allem: Es geht vorbei.
Was ist die Hexenstunde überhaupt?
Die Hexenstunde beschreibt eine Phase am späten Nachmittag oder frühen Abend, in der Babys plötzlich anfangen, intensiv und scheinbar grundlos zu weinen. Meist beginnt sie zwischen 17 und 19 Uhr und kann bis zu drei Stunden dauern. Typischerweise tritt sie zwischen der zweiten und sechsten Lebenswoche auf – genau dann, wenn du dachtest, ihr hättet langsam einen Rhythmus gefunden.
Das Frustrierende: Alle üblichen Beruhigungsmethoden scheinen zu versagen. Das Baby lässt sich nicht stillen, nicht wickeln, nicht ablegen, manchmal nicht mal tragen. Es schreit einfach. Und du stehst daneben und fühlst dich hilflos.
Warum weinen Babys abends in der Hexenstunde?
Die Wissenschaft ist sich nicht hundertprozentig einig, aber es gibt mehrere Erklärungsansätze, die zusammenspielen:
- Reizüberflutung: Dein Baby hat den ganzen Tag Eindrücke gesammelt – Licht, Geräusche, Berührungen. Abends ist das Nervensystem überladen und muss sich entladen.
- Unreifes Verdauungssystem: Viele Babys haben abends Bauchschmerzen oder Blähungen, weil ihr Darm noch lernt, Nahrung zu verarbeiten.
- Müdigkeit ohne Abschalten-Können: Babys können noch nicht selbstständig in den Schlaf finden. Die Erschöpfung des Tages führt zu Übermüdung – und die äußert sich in Schreien.
- Hormonelle Schwankungen: Gegen Abend sinkt der Cortisolspiegel, das kann bei Babys zu Unruhe führen.
- Cluster-Feeding: Viele gestillte Babys wollen abends besonders oft an die Brust – nicht unbedingt aus Hunger, sondern zur Beruhigung.
Wichtig zu wissen: Die Hexenstunde ist kein Zeichen dafür, dass du etwas falsch machst. Sie ist eine normale Entwicklungsphase. Und sie geht vorbei – meist nach der sechsten bis achten Lebenswoche.
Wann fängt die Hexenstunde bei Babys an?
Die Hexenstunde beginnt bei den meisten Babys etwa in der zweiten Lebenswoche und erreicht ihren Höhepunkt um die sechste Woche herum. Manche Babys starten früher, andere später. Typischerweise setzt sie zwischen 17 und 19 Uhr ein – genau dann, wenn du selbst erschöpft bist und eigentlich zur Ruhe kommen möchtest.
Es gibt auch Babys, die ihre Hexenstunde nachts haben – etwa zwischen 23 und 2 Uhr. Das ist seltener, aber genauso kräftezehrend.
Wie lange geht die Hexenstunde bei Babys?
Die Hexenstunde kann zwischen einer und drei Stunden dauern. Manche Babys schreien 20 Minuten, andere gefühlt die halbe Nacht. Im Durchschnitt lässt die Intensität nach der achten Lebenswoche deutlich nach. Spätestens nach dem dritten Monat ist die Phase bei den allermeisten Babys vorbei.
Aber: Drei Monate können sich anfühlen wie drei Jahre, wenn du jeden Abend mit einem schreienden Baby dastehst. Deshalb sind konkrete Strategien jetzt so wichtig.
3 Überlebenstipps für die Hexenstunde – was jetzt wirklich hilft
1. Bewegung, Bewegung, Bewegung
Babys lieben Bewegung – sie erinnert sie an die Zeit im Bauch. Tragen, wippen, schaukeln: All das kann in der Hexenstunde Wunder wirken. Aber Achtung: Deine Arme werden irgendwann müde. Und genau hier kommt eine Federwiege ins Spiel.
Eine Federwiege ahmt die sanften Auf-und-ab-Bewegungen nach, die dein Baby aus dem Mutterleib kennt. Viele Eltern berichten, dass ihre Babys in der Federwiege deutlich schneller zur Ruhe kommen – gerade in der Hexenstunde. Der Vorteil: Du kannst dein Baby sicher ablegen, ohne dass es sofort wieder anfängt zu schreien. Und du bekommst endlich mal beide Hände frei.
- Babybett: Schlafplatz, Reisebett und Ruhezone für Neugeborene und größere Kinder, das Set enthält alles, was für eine Aufhängung an der Decke nötig ist
- Lange Nutzdauer: Ab der Geburt bis max. 15 kg geeignet und als Hängesessel (ohne Feder) ab 3 Jahren bis max. 40 kg
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- Ergonomisch und sicher - für geborgene Auszeiten vom turbulenten Babyalltag
- Waschbar: Der Wiegensack kann bei 30 C in der Waschmaschine gewaschen werden, bitte zuvor die Matratze entfernen
- 🌿 Natürlicher Babyschlaf: Die sanfte Schwingung der LamaNap Federwiege beruhigt dein Baby und sorgt für einen entspannten Schlaf – fast wie in Mamas Bauch.
- 👶 Beruhigt und entspannt: Die gleichmäßigen Bewegungen können Unruhezustände und Koliken lindern und helfen deinem Baby, schneller einzuschlafen.
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Alternativ: Ein Gymnastikball. Setz dich drauf, Baby im Arm, und wipp sanft auf und ab. Monoton, gleichmäßig. Viele Babys beruhigen sich nach ein paar Minuten.
2. Weißes Rauschen – der Geheimtipp
Im Mutterleib war es laut. Richtig laut. Dein Herzschlag, dein Blutfluss, deine Verdauung – alles zusammen ergab ein konstantes Rauschen von etwa 80 Dezibel. Stille ist für Babys ungewohnt und kann sie sogar stressen.
Weißes Rauschen imitiert diese Geräuschkulisse. Du kannst eine App nutzen, einen Föhn laufen lassen oder einfach „Schhhh“ sagen – laut und monoton, direkt am Ohr deines Babys. Klingt seltsam, funktioniert aber erstaunlich oft.
Wichtig: Das Rauschen sollte mindestens so laut sein wie das Schreien deines Babys. Zu leise bringt nichts.
3. Achtung beim Pucken – Sicherheit durch Begrenzung oder echte Gefahr
Viele Babys erschrecken sich auch in Ruhephasen selbst – durch ihre unkontrollierten Arm- und Beinbewegungen. Um das zu vermeiden, wurde lange Zeit das sogenannte „Pucken“ empfohlen.
In vielen Ratgebern liest man noch immer, dass das „Pucken“ – also das enge Einwickeln in ein Tuch – das ultimative Mittel gegen das Schreien in der Hexenstunde sei. Doch die moderne Medizin ist hier deutlich vorsichtiger geworden. Was früher als Standard galt, wird heute aufgrund ernsthafter gesundheitlicher Risiken oft nicht mehr uneingeschränkt empfohlen.
Die Gefahren des klassischen Puckens:
- Gefahr für die Hüfte: Werden die Beine zu stramm und gerade fixiert, droht eine Hüftdeformierung (Hüftdysplasie). Ein Baby braucht die „Froschhaltung“, um gesund zu wachsen.
- Lebensgefahr durch Überhitzung: In einem festen Tuch kann das Baby überschüssige Wärme nicht abgeben. Ein Wärmestau ist ein erheblicher Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod.
- Erstickungsgefahr beim Rollen: Sobald dein Baby lernt, sich auch nur ansatzweise zu bewegen, wird das Pucken gefährlich. Liegt ein gepucktes Baby auf dem Bauch, hat es keine Chance, sich zu befreien oder den Kopf zu heben.
- Einschränkung der Atmung: Ist das Tuch im Brustbereich zu fest, kann das Baby nicht tief genug einatmen – das stresst den kleinen Organismus zusätzlich, anstatt ihn zu beruhigen.
Was ist die Alternative? Anstatt das Baby komplett zu fixieren, setzen Hebammen heute auf sanfte Begrenzung. Das Ziel ist nicht die Bewegungsunfähigkeit, sondern ein Gefühl von Schutz.
- Pucksäcke statt Tücher: Wenn du pucken möchtest, nutze spezielle Pucksäcke, die im Hüftbereich weit geschnitten sind und bei denen die Beine frei strampeln können.
- Körpernähe im Tragetuch: Ein ergonomisches Tragetuch bietet dem Baby die nötige Enge und Begrenzung durch deinen Körper, ist aber physiologisch wesentlich sicherer als ein starres Pucktuch.
- Fliegergriff: Oft hilft der Druck auf das Bäuchlein beim Tragen mehr als jedes Einwickeln.
Wichtig: Wenn dein Baby Anzeichen macht, sich drehen zu wollen, oder wenn es Fieber hat, ist Pucken absolut tabu. Achte darauf, dass dein Baby immer auf dem Rücken liegt und der Stoff atmungsaktiv ist.
Was du in der Hexenstunde NICHT tun solltest
- Dich selbst unter Druck setzen: Du musst dein Baby nicht sofort beruhigen können. Manchmal hilft wirklich nichts – und das ist okay.
- Ständig die Methode wechseln: Gib jeder Strategie mindestens 5-10 Minuten Zeit. Hektisches Hin-und-her-Wechseln macht alles nur schlimmer.
- Dein Baby schütteln: Auch wenn du verzweifelt bist – niemals schütteln. Das kann zu schweren Hirnverletzungen führen. Leg dein Baby lieber kurz sicher ab und atme durch.
- Auf Dr. Google hören: Jedes Baby ist anders. Was bei anderen funktioniert, muss bei euch nicht klappen.
Wann solltest du ärztlichen Rat einholen?
Die Hexenstunde ist normal. Aber es gibt Warnsignale, bei denen du deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt kontaktieren solltest:
- Dein Baby schreit mehr als drei Stunden am Tag, an mehr als drei Tagen pro Woche, über mehr als drei Wochen (Dreierregel nach Wessel)
- Das Schreien wird von Fieber, Erbrechen oder Durchfall begleitet
- Dein Baby wirkt apathisch oder lässt sich gar nicht mehr beruhigen
- Du bemerkst Hautveränderungen, einen eingefallenen Bauch oder andere körperliche Auffälligkeiten
- Du selbst kommst an deine Grenzen und hast das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren
Manchmal stecken auch Kuhmilcheiweißallergie, Reflux oder andere medizinische Ursachen hinter exzessivem Schreien. Das sollte abgeklärt werden.
Selbstfürsorge in der Hexenstunde
Die Hexenstunde ist nicht nur für dein Baby anstrengend – sie ist es auch für dich. Und es ist völlig okay, wenn du an deine Grenzen kommst. Hier ein paar Strategien, die dir helfen können:
- Wechselt euch ab: Wenn möglich, teilt euch die Hexenstunde mit deinem Partner oder deiner Partnerin. Einer geht raus, der andere übernimmt. Alle 20 Minuten wechseln.
- Leg dein Baby SICHER ab: Wenn du merkst, dass du die Nerven verlierst – leg dein Baby ins Bettchen bzw. an einem für das Baby sicheren und angenehmen Ort (es darf auf keinen Fall Sturzgefahr bestehen), verlasse kurz (!) den Raum, atme durch. Dein Baby ist sicher, auch wenn es weint.
- Hol dir Unterstützung: Ruf eine Freundin an, die Hebamme, deine Mutter. Manchmal hilft es schon, wenn jemand sagt: „Das ist normal. Du machst das gut.“
- Akzeptiere, dass du nicht alles kontrollieren kannst: Manchmal schreit dein Baby einfach – und es ist nicht deine Schuld.
- Schreibambulanz: Mittlerweile gibt es in vielen Bundesländern sogenannte Schreimbulanzen, an die du dich wenden kannst. Bitte nutze dieses Angebot!
Die Hexenstunde geht vorbei – versprochen
Es fühlt sich gerade vielleicht nicht so an, aber: Die Hexenstunden sind eine Phase. Sie geht vorbei. Oft schon nach der achten Woche, meistens nach dem dritten Monat. Und dann wirst du zurückblicken und denken: „Wie haben wir das nur geschafft?“
Bis dahin: Sei nachsichtig mit dir selbst. Nutz Hilfsmittel wie eine Federwiege, weißes Rauschen oder Begrenzungen (mit Bedacht!). Wechselt euch ab. Und vor allem: Atme durch. Du machst das großartig – auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt.
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